Snacks sind nicht ungesund und gehören seit der Steinzeit zu unserem Ernährungskonzept

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung des Amtes für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Regensburg führte am Dienstag, 27.02.2018, in der Realschule am Kreuzberg in Burglengenfeld eine Fortbildung mit dem Thema „Snacks an weiterführenden Schulen“ durch.

 

Ernährungsberaterin und Ökotrophologin Christina Apel führte die Teilnehmer zunächst theoretisch in das Thema ein und klärte mit ihnen die Bedeutung von Snacks für die Jugendlichen. So seien sie eben nicht nur Häppchen, die man einfach so zwischendurch konsumiert, sondern auch Mahlzeitenersatz oder der Ausdruck persönlicher Freiheit, weil die Heranwachsenden die Möglichkeit nutzen, selbst zu bestimmen, was sie mit ihrem

Taschengeld machen. Außerdem erfuhren die Teilnehmer, dass auch der Freundeskreis einen Einfluss darauf hat, welche Snacks gerade angesagt sind. Snacks sind nicht von vornherein ungesund, mit ein paar einfachen Tricks können die Häppchen zu hochwertiger Zwischenverpflegung aufgepeppt werden. Es geht darum, den Jugendlichen eine Alternative zur heißgeliebten Leberkäsesemmel anzubieten und diese möglichst attraktiv zu präsentieren. „Nicht verbieten“ ist das Motto, sondern eine Wahlmöglichkeit schaffen. Dass sich die Jugendlichen durchaus für alternative Pausenangebote begeistern lassen, erklärten die Lehrkräfte für Haushalt und Ernährung Roland Lechner und Anna Geiger, die mit ihren Schülern in den Wochen vor der Schulung im Unterricht bereits die Rezepte ausprobiert hatten, welche auch von den Seminarteilnehmern im Anschluss an den Vortrag zubereitet wurden. Die Jugendlichen begeisterten sich für einige der ausprobierten Snacks,

wobei es ihnen neben dem Geschmack auf den Preis und das Aussehen ankam. Besonderen Anklang fanden zum Beispiel der Veggie-Burger, der Wrap mediterrania oder die Penne Italia. Wichtig ist auch, dass die Snacks praktisch sind und dass man darauf achtet, sie umweltbewusst zu verpacken. Daher stellte Frau Apel den Teilnehmern Verpackungen wie Becher oder Teller aus nachwachsenden Rohstoffen vor, welche mittlerweile sowohl qualitativ als auch wirtschaftlich konkurrenzfähig zu herkömmlichem Plastikeinweggeschirr sind. Bei der abschließenden Verkostung und Bewertung der ausprobierten Snacks wurde von allen Teilnehmern eingeräumt, dass es durchaus Möglichkeiten gäbe, die Zwischenverpflegung attraktiv und vielfältig zu gestalten.

 

Wir wünschen allen Teilnehmern gutes Gelingen beim Umsetzen ihrer Ideen!